So, die Arbeiten am Rumpfmotor sind nach knapp 4 Wochen Schrauberei in den Abendstunden nach der Arbeit und an den Wochenenden endlich abgeschlossen. Viel wurde improvisiert, einiges auf gut Glück gemacht doch unterm Strich denke ich kann sich das Ergebnis sehen lassen. Die Liste an verbauten Neuteilen ist lang. So lang, dass mein Gelbbeutel jetzt noch leise wimmert. Aber gelohnt hat es sich schon. Der sieht wieder richtig fit aus. Als kleiner Bonus gab es gleich noch das ganze Schlauch- und Leitungsgedöns in neu, denn modernen Sprit in 22 Jahre alten Leitungen will man nicht. Wenn alles nach Plan läuft, kommt der Kleine am Samstag rein. Ich bin schon richtig gespannt ob alles funktioniert (und wie lange der dann auch hält).

Jun 16 2010

OP am offenen Herzen

beko | VW-Bus | 0 Comments

Mit der alten Maschine geht es langsam zu Ende. Kompressionswerte, Bauchgefühl und tägliche Zickereien seitens Motors schreien einem das geradezu ins Ohr. Noch fährt er und schlägt sich jeden Tag tapfer durch die Rush Hour. Genau der richtige Zeitpunkt meinen alten Motor aus dem Keller zu zerren. Nun, ich wusste dass ein neuer Kopf drauf müsste. Den hat mir die Tage Herbert netterweise besorgt. Also gab es keine Entschuldigung das ganze noch weiter hinaus zu schieben. Nachdem die ersten Anbauteile runter waren und das Öl abgelassen war (Alles aufgefangen natürlich. Im Gegensatz zu einem gewissen Bohrinselkonzern ist mir nicht mal ein Tropfen in den Boden – und schon gar nicht ins Meer!) packte mich das nackte Grauen. In den Laufbuchsen stand locker ein voller Liter Wasser.
Wasser! Kein Kühlwasser. Da war abgelassen und der Block selbst völlig trocken. Unnötig zu erwähnen dass die Laufbuchsen inklusive der Zylinder Schrott sind. Warum, wieso und weshalb da Wasser rein gekommen ist, weiß ich nicht. Die Kerzen waren draußen und ich hatte Lappen rein gesteckt, damit keine Feuchtigkeit rein kommt. Nun, die Lappen waren nach drei Jahren weg. Dafür an einigen alten Schläuchen Nagespuren. Schätze Mäuse haben die sich geholt. Aber die pinkeln doch nicht da rein! An Kondenzwasser glaube ich nicht so recht, da der Keller trocken war. Ich ziehe hier ernsthaft Sabotage von einem wehleidigen Nachbarn in Betracht :/ Der Schaden ist immens. Ein neuer Satz Buchsen und Zylinder ist nicht gerade günstig und hätte nicht sein müssen :(

Gestern wurde es mal wieder sehr spät und wie so oft kam das Thema auf Computerspiele. Aus irgend einem Grund kamen wir auf Dungeon Keeper. Ich rede vom ersten Teil. Das war ein 16Bit DOS Spiel aus dem Jahre 1997 von Bullfrog. Falls sich noch jemand erinnert. Ich habe also in meiner Spieleschatzkiste gegraben und tatsächlich die originale ziemlich lädierte und zerkratze CD zu Tage gefördert. Und das schöne: Lief mit “dosemu” auf Anhieb und ohne Murren mit Ton, Sprachausgabe, Maus und “3D”. Oder was man damals halt so unter 3D kannte. Zum Spiel selbst: Herrlich, witzig, böse, innovativ. Allein das Introvideo war preisverdächtig. Unglaublich, was hier aus einem DOS rausgekitzelt wurde. Und das Beste: Dank grafischer Ausgabe über SDL seitens Dosemu ist eine stufenlose Fensterskalierung möglich. So kann ich es auf meinem reinen 64bit Linux auf einem modernen Monitor, der diese niedrigen Auflösungen nicht mehr kann, noch einmal mit mir genehmer Größe und Verpixelung spielen.

Was das neue Ubuntu kann steht schon an wichtigeren Stellen. Was es aber auf jeden Fall wirklich kann ist verdammt schnell hoch- und wieder runterfahren. Ich war ziemlich beeindruckt. Das klappte selbst auf einem 800Mhz Laptop in nur wenigen Sekunden. Umso erstaunter war ich dann, als es auf einem richtigen PC mit einigen Gigaherz und einer teuren ATI Grafikkarte seltsam lang beim Starten brauchte.

Des Rätsels Lösung war schnell gefunden. Im “dmesg” Log konnte man schön erkennen wie das Diskettenlaufwerk fd0 mit 5 langen Timeouts abgefragt wurde, bevor es weiter zur grafischen Oberfläche ging. Warum auch immer hier auf ein Diskettenlaufwerk gewartet wird. Das hat die Vorgängerversion nicht gemacht. Eingebaut war auf jeden Fall keines, doch im Bios eben konfiguriert und daher wohl auch der Treiber geladen. Da habe ich dann die Sache auch kurzerhand deaktiviert und schon ist die Kiste in rasend schnell gestartet und einsatzbereit.

Also wenns mal wieder länger dauert.. ein Blick ins Hardwarelog lohnt sich immer :)

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