Mai 10
2010
beko
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Linux
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Was das neue Ubuntu kann steht schon an wichtigeren Stellen. Was es aber auf jeden Fall wirklich kann ist verdammt schnell hoch- und wieder runterfahren. Ich war ziemlich beeindruckt. Das klappte selbst auf einem 800Mhz Laptop in nur wenigen Sekunden. Umso erstaunter war ich dann, als es auf einem richtigen PC mit einigen Gigaherz und einer teuren ATI Grafikkarte seltsam lang beim Starten brauchte.
Des Rätsels Lösung war schnell gefunden. Im “dmesg” Log konnte man schön erkennen wie das Diskettenlaufwerk fd0 mit 5 langen Timeouts abgefragt wurde, bevor es weiter zur grafischen Oberfläche ging. Warum auch immer hier auf ein Diskettenlaufwerk gewartet wird. Das hat die Vorgängerversion nicht gemacht. Eingebaut war auf jeden Fall keines, doch im Bios eben konfiguriert und daher wohl auch der Treiber geladen. Da habe ich dann die Sache auch kurzerhand deaktiviert und schon ist die Kiste in rasend schnell gestartet und einsatzbereit.
Also wenns mal wieder länger dauert.. ein Blick ins Hardwarelog lohnt sich immer
Nach drei wunderschönen ruhigen Tagen Juist mussten wir leider wieder Abschied nehmen. Zurück zur nächsten Station in Versmold ging es über Norden, Greetsiel, Emden und.. Winschoten. Ja, in Holland. Nein, wir haben uns nicht verfahren. Das war mehr so eine “Wisst ihr wo wir immer richtig günstig einkaufen gehen?” – Aktion. Ich wollte das ja erst nicht so wirklich glauben, doch tatsächlich: Kaffee zum halben Preis. Und nicht nur das: Im Laden konnte man sich noch im Rahmen einer Werbeveranstaltung direkt einen frischen Kaffee aus einem Automaten ziehen. Beko, als alte Kaffeesuchtel, im Wunterland sozusagen. Holland, wir kommen irgendwann mal wieder. Versprochen.
Auf dem Weg haben wir übrigens das Teemuseum in Norden besichtigt, welches wirklich einen Blick wert ist. Hier erfährt man einige interessante Dinge über Tee, -Geschirr, -Anbau, alte und neue Handelswege und über die Tradition des Tee-Trinkens. Warum das Tee-Trinken überhaupt so wichtig war, ist eigentlich wieder ein brandaktuelles Thema. Mehr Tee(-Time) braucht das Volk
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In Greetsiel waren wir natürlich noch in den Zwillingsmühlen. Darf man nicht verpassen, wenn man die ruhige Strecke am Deich entlang bevorzugt. Es ist schön, dass sich einige Dinge nicht zu ändern scheinen. Auch hier gab es die obligatorische Kaffeepause und den wohl teuersten Pfannkuchen Deutschlands. Der Kaffee war echt gut aber für einen einzigen Pfannkuchen 6 EUR aus der Tasche zu ziehen ist ziemlich heftig. Kein Wunder wurde es plötzlich still im Raum, als besagter aufgetafelt wurde. Pom Pom.
Weiter in Emden ging es ins Landesmuseum. Da gibt es die Rüstkammer mit einigen sehr schönen Stücken. Erstaunlicherweise durften die wertvollen Klingen ungestraft berührt werden, wie uns eine andere Gruppe Touris frech demonstrierte. Fotos durfte man aber nicht machen. Darauf achtete eine Museumsangstellte pingelig, die uns während des ganzen Besuchs nicht von der Seite wich. Huhu, nicht wir, die Mittelalterfans, sind die Terroristen, sondern die anderen ahnungslosen “Boah das Schwert muss ich mal ziehen”-Besucher!
Weitere Schiffe und Museen haben wir uns dann aber gespart. Meinen Aufkleber für die Heckklappe konnte ich auch erfolgreich ergattern. Danach ging es mit heftigen Böen wieder auf die Bahn. Unser Bus wurde hin und her geworfen wie ein kleines Spielzeug. Ich habe wohl entschieden zu wenig für diesen Ausflug gepackt und einfach zu wenig Gewicht auf den Achsen. Teilweise mussten wir die Fahrt auf unter 70 km/h drosseln. Langsam aber am Stück sind wir dann spät am Abend in den nächsten sicheren Hafen eingelaufen und damit offiziell wieder “im Süden” und weg von der See. Scheee wars
Wir haben es geschafft! Nach Wirren, Motorproblemen, ungeplanten Übernachtungen und davonfahrenden (Vor-)Fähren (D.d.d.da geht unser Gepäck!!1) sind wir auf Juist aufgeschlagen. Juist ist, wie wir alle wissen, eine autofreie Insel an/in der Nordsee. Auch bekannt als *der* Kurort für den wohlhabenden Mittelstand. Zufälligerweise kennen wir hier eine tolle nette Familie, die uns spontan über die Feiertage eingeladen hat. Die Saison hat noch nicht richtig angefangen und hier wirkt noch alles etwas verschlafen. Geschäfte haben das erste mal seit Monaten wieder offen und überall stellen sich die Anwohner erst noch richtig auf ein neues Jahr voller fetterlohender Touristen ein. Entschleunigt eben. Am Hafen warten Pferdekutschen und Fahrradanhänger auf die Reisenden. Anstelle von Zulassungsschildern ziert hier jede Handkarre ein Schild mit dem Namen der Miet-Residenz. Alle individuell natürlich. Ein Gewusel wie auf einem Wochenendemarkt setzt ein und ein paar Minuten stolpern Radfahrer, Fußvolk, Hunde und Pferde wild durch- und übereinander. Danach kehrt schlagartig wieder Ruhe ein. Auch auf uns wartet ein kleines Komitee mit Karre, was in Anbetracht unserer schweren Reisetruhe auch gut ist.
Wir sind nach der Übergabe unseres FressCare Pakets und dem Einzug in unser ZimmerFerienapartment gleich mal auf unseren alten quietschenden Rädern ohne funktionierender Gangschaltung und Luft in den Reifen einmal durch den Ort und dann zum Strand rüber. Der Wind zerrt kräftig an Ohren und Hut und wir schmecken Salz. Ich liebe diesen frischen Meeresgeruch und kanns kaum abwarten hier morgen gemütlich über den Deich zu flanieren. Sehen und gesehen werden. Das ist hier laut Reiseführer ohnehin das Motto. Nadur pur
Leider musste der Bus drüben auf dem Festland bleiben, wo wir ihn gut versteckt haben. Die Fährenparkplätze sind nämlich ziemlich teuer und ich habe irgendwie ein Problem mit teuren “Achtung – ich bin ein paar Tage nicht hier, brich ruhig mein Auto auf”-Parkplätzen.
Besondere Hilights aus dem Programm, die ich niemandem vorenthalten möchte:
- Kreatives Färben von Merino-/Alpaka-/Baumwolle & Co (Schafe färben!!!1eins)
- Klangschalenmassage (Mit tibetischen Klangschalen1!!1)
- Körpermassage Teil 1 Rückseite (Vorderseite kostet 5 Euro mehr. Warum wohl? .oO( ( . ) ( . ) )
- Kreatives Stricken und Häkeln!1eins
Camping im Sommer kann jeder. Ein neuer Trend, der sich in Deutschland ausbreitet, ist das Wintercamping. Zwar betrachten wir uns nicht als wirkliche Campernaturen oder Naturfreunde, doch ist im Winter ohnehin zu dieser Jahreszeit nur wenig los. Da kam ein Bullitreffen gerade recht um ein wenig Abwechselung in die tristen Tage zu bringen. Aber mitten im Winter? Damit hatte ich auch noch keine Erfahrung und so haben wir mehrere Tage mit den Vorbereitungen verbracht und viele Socken und andere wichtige Kleinigkeiten gepackt.
Das hat auch alles super geklappt und wir haben ein tolles Wochenende am Edersee genießen dürfen. Mit dabei waren geschätzt 80 andere VW T3 Busfahrer, darunter einige bereits bekannte Gesichter. Die meiste Zeit hatten wir traumhaftes Wetter und nur am Sonntag ein wenig Neuschnee (siehe Bild). Dank Strom am Bulli und der guten Isolierung mit Trocellen Schaumstoff hatten wir selbst am frühen Morgen wohlige 22,5°C im Bus bei nur 1,5kW Heizleistung. Versorgt haben wir uns allerdings mit einem Gaskocher und vielen warmen Mahlzeiten und den ein- oder anderen Irish Coffee oder Apfelwein.
Na und was wäre eine knapp 1000 Kilometer Tour mitten im Winter ohne Panne? Auf der Rückfahrt ist uns dann leider ein Reifen kaputt gegangen. Durch ein Loch in der Flanke verschwand der Großteil der Luft und so musste das Reserverad her halten. Kein großer Aufwand, habe ich doch immer das Werkzeug dabei, und ein Abenteuer mehr auf der Liste. Und wenn es auch nur einmal mehr der Reifen war