Apr 15 2006

Tag 9

beko | Schweden, VW-Bus | 0 Comments

Ida hat mich zusammen mit ihren Freunden hier ein wenig mit der Umgebung vertraut gemacht. Die Stadt ist wirklich sehr klein und über alles liegt tagsüber der Geruch der Papierfabrik. Man kann nicht behaupten dass es stinkt.. es riecht einfach. Die meisten Menschen aus der Umgebung arbeiten in dieser Fabrik. Heute ist allerdings nicht viel los da wir ja Osterwochenende haben. Deshalb wollen wir auch zu Idas Eltern fahren. Ich war recht nervös aber hatte dann ganz schnell andere Sorgen. Der Bus nahm mich beim Wort als ich ihm unterwegs immer wieder sagte: “Halte durch bis wir da sind. Da habe ich dann Zeit dich wieder zu reparieren”. Er weigerte sich anzuspringen. Mit meinem Latein war ich rasch am Ende nachdem er ja fleissig orgelte, Sprit förderte, die Kerzen funkten aber nichts als kleine Spritwölkchen aus dem Auspuff gehustet wurden. Ich vermute mal wieder den nassen Verteilerfinger aber selbst das Austrocknen sowie das Wechseln der inzwischen total schwarzen Zündkerzen brachte nichts. So lernte ich also Idas Vater kennen als er kam um uns zu sich nach Hause abzuschleppen :)

Idas Familie lebt mitten im Nirgendwo westlich von Piteå. Die nächste Stadt ist 70km weit weg und sonst gibt es da nur Bäume, Schnee, Seen, Schnee, Fjorde und noch mehr Schnee. Vielleicht war es besser so dass wir gleich das große Thema Auto hatten. Idas Vater repariert alle Autos in der Umgebung und hat eine riesigen Schrauberhalle mit Hebebühne. Hier nehmen wir meinen Bus unter die Lupe. Eines der Kabel vom Verteilerfinger zur Zündkerze war im Halter durchgefault und grün oxidiert. Gefunden haben wir das als es an einer Stelle funkte als Ladung auf den Block übersprang wo keine hin gehörte. Mit einem sanften Ruck war das Kabel komplett durch und wir klemmten es provisorisch fest. Dann starb der Motor unmittelbar nach der Zündung wieder. Hier habe ich das Kabel am Luftmengenmesser vergessen anzuklemmen nachdem wir dem Bus einen Satz neuer Zündkerzen spendiert hatten. Dann habe ich noch ein defektes Kabel zum Ölsignalgeber gefunden. Nicht weiter wichtig aber muss ebenfalls gerichtet werden.

Die Familie ist auf jeden Fall irre nett und es ist erstaunlich wie viel wir mit Englisch, Schwedisch, Deutsch, Händen und Füßen sowie div. Reparaturleitfäden beim Thema Autos austauschen können. Ida ist die meiste Zeit mit schlafen beschäftigt und so muss ich mich eben alleine durchbeißen. Ich kann mich nicht beklagen da ich eine Menge Spaß bei der Sache habe. Mein vieles Deutsches Bier wird ebenfalls wohlwollend aufgenommen und am Ende des Tages ist alle Scheu abgelegt und es gibt eine Menge zu lachen.

Am Abend fahren wir dann mit den Nachbarkids auf Schneemobilen zu einem zugefrorenem See rüber. Dort wird dann bis spät in die Nacht hinein am Lagerfeuer gesessen und erzählt. Auf dem zugefrorenem See lerne ich dann gleich wie man ein Schneemobil fährt. Laut Idas Bruder fahre ich sehr gut für den ersten Versuch. Im Winter fahren hier alle Schneemobile da die Straßen unpassierbar werden. Lediglich in so ca. einem Monat, wenn der Sommer hier oben ankommt, werden die Mobile für 3 Monate eingemottet, gewartet und überholt. Im Moment ist der Schnee leider nicht mehr so gut und die Schneemobile bleiben oft stecken. Es braucht mindestens 2 Paar Hände um so ein Teil wieder vernünftig frei zu bekommen und man landet dabei oft mit der Nase im Schnee. Ich bin sehr froh über den geliehenen Schneeanzug mit dem wir alle irgendwie wie ein Michelin-Männchen aussehen.

..Tja, manchmal geht er ums Verrecken nicht rein. Die Fehlerquelle ist mir längstens bekannt. Das zweiteilige Schaltgestänge wird ungefähr in der Mitte von einer Schelle zusammen gehalten. Diese Schelle hält leider nicht mehr sehr viel. Dummerweise wird die Schaltung auch über diese Schelle eingestellt. Nun passiert es ab und an aus diesem Grund dass sich die Stange einige Rasten weiter ‘ver’dreht. Das äußert sich bei mir vorwiegend daran dass der 1. Gang und der Rückwärtsgang nicht mehr so sauber rein gehen. Vorwärts ist ja nicht so wild. Wir haben ja noch 4 andere Gänge.. aber Rückwärts?

Heute war es mal wieder so weit. Auf nen Parkplatz gerollt und es kam wie es kommen musste. Ich fluchend aus dem Auto raus und mit zwei 13er Schraubenschlüsseln bewaffnet erstmal unter den Bus gekrabbelt. Nach 5 Minuten hantieren wieder aufgetaucht und dem fassungslosen Parkplatznachbarn erklärt dass es doch schön ist wenn man sein Auto kennt…. oder?

Jetzt klappts auch wieder mit dem Rückwärtsgang. Zumindest für eine Weile.

Sep 01 2005

Es ist passiert…

beko | VW-Bus | 0 Comments

Meine Monatsmarke für den Verbundspass (Innenstadt und 1. Ring – was mir absolut ausreicht) ist 15 EUR günstiger als wie eine einzige Tankfüllung. Bis auf meinen geplanten Ausflug nach Bochum werde ich meinen Urlaub dann wohl mit den Öffentlichen verbringen. Spritpreise ihr könnt mich mal! Das investiere ich dann lieber in Koffein und Alkohol.

Beschissener Sommer.

Mai 02 2005

Linux fürs Auto

beko | Linux, VW-Bus | 0 Comments

Naja, nicht direkt, aber in Form von lustigen Aufklebern und Nummernschildhaltern. Diese habe ich alle von LinuxLand.de. Zur Feier des Tages gab es gleich noch einen abschliessbaren Tankdeckel sowie eine neue Schutzecke an der linken hinteren Stoßstangenseite. Die alte Ecke war nämlich komplett hinüber, da der Vorbesitzer wohl mal beim Einparken etwas mitgenommen hat. Dabei habe ich mir auch das Loch im Radkasten noch einmal genauer angesehen. Ich habe im Netz etwas zum Thema “Hohle Innenräume wegen Rostgefahr ausgießen” gefunden. Das werde ich mir einmal genauer ansehen müssen.

Die Öllampe hat übrigens wieder gepfiffen. Nachdem nun fast eine Woche Ruhe war und ich den Bus einmal quer durch Baden-Württemberg und Hessen gejagt und dabei so ziemlich jede Mücke unterwegs auf der Windschutzscheibe verteilt habe, meckerte er nur wenige Minuten nach dem Anlassen erneut. Höchste Zeit den Öldruckschalter sowie den Öldruck zu prüfen :(

Und hier gibt es Bilder der neuen Nummernschildhalter:




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