Camping im Sommer kann jeder. Ein neuer Trend, der sich in Deutschland ausbreitet, ist das Wintercamping. Zwar betrachten wir uns nicht als wirkliche Campernaturen oder Naturfreunde, doch ist im Winter ohnehin zu dieser Jahreszeit nur wenig los. Da kam ein Bullitreffen gerade recht um ein wenig Abwechselung in die tristen Tage zu bringen. Aber mitten im Winter? Damit hatte ich auch noch keine Erfahrung und so haben wir mehrere Tage mit den Vorbereitungen verbracht und viele Socken und andere wichtige Kleinigkeiten gepackt.
Das hat auch alles super geklappt und wir haben ein tolles Wochenende am Edersee genießen dürfen. Mit dabei waren geschätzt 80 andere VW T3 Busfahrer, darunter einige bereits bekannte Gesichter. Die meiste Zeit hatten wir traumhaftes Wetter und nur am Sonntag ein wenig Neuschnee (siehe Bild). Dank Strom am Bulli und der guten Isolierung mit Trocellen Schaumstoff hatten wir selbst am frühen Morgen wohlige 22,5°C im Bus bei nur 1,5kW Heizleistung. Versorgt haben wir uns allerdings mit einem Gaskocher und vielen warmen Mahlzeiten und den ein- oder anderen Irish Coffee oder Apfelwein.
Na und was wäre eine knapp 1000 Kilometer Tour mitten im Winter ohne Panne? Auf der Rückfahrt ist uns dann leider ein Reifen kaputt gegangen. Durch ein Loch in der Flanke verschwand der Großteil der Luft und so musste das Reserverad her halten. Kein großer Aufwand, habe ich doch immer das Werkzeug dabei, und ein Abenteuer mehr auf der Liste. Und wenn es auch nur einmal mehr der Reifen war
Bei den Busfahrern läuft mal wieder die beliebte Sammelbestellung für GPS-Tracker. Diese sind in einer befristeten Zeit günstig zu haben und ihr Geld wirklich wert. Der Tracker unterstützt verschiedene Funktionsmodi und kann unter anderem auch ein Notsignal mit den aktuellen GPS Koordinaten absetzen. Wer schon einmal darüber nach gedacht hat, wie er sein heiliges Blechle besser vor Langfingern schützen kann, sollte sich das unbedingt einmal ansehen. Das kaum handteller große Gerät kann natürlich auch in anderen Bereichen eingesetzt werden – und wenn es nur zum automatischen Aufzeichnen einer schönen Fahrradroute für Bekannte und Freunde ist.
Es macht Sinn ab und an einmal in den Motorraum zu schauen. Zu tun gibt es ja immer etwas an einem T3 doch kann einem das auch eine ganze Menge Geld sparen. So habe ich bei der Riemenkontrolle gemerkt, dass sich die Lichtmaschine beim Durchdrücken des Riemens ebenfalls bewegte. Das darf auf keinen Fall sein, da sonst das Lager nicht mehr richtig fluchten kann und mir innerhalb kürzester Zeit eine neue Lichtmaschine nebst neuem Riemen für knapp 150 Eus blühen würde. Die Halteschraube ist am Gewinde vom Vorbesitzer durch rohe Kräfte beim Anziehen zerstört worden. Die Mutter auf der Gegenseite drehte völlig rund und ging weder auf noch zu. Mit der Zeit stellte sich genügend Spiel ein um der Lichtmaschine das Wandern zu ermöglichen. Kleine Ursache, große Wirkung. Die neue Schraube aus dem Baumarkt kostete mich nur 89ct.
Es gibt leider nicht mehr sehr viele Autokinos in Deutschland. Ich habe das Glück praktisch um die Ecke eines von Drive In zu haben. Die haben ein sehr schönes Sonderangebot “DoubleTicket” mit dem man beide Filme in der Abendvorstellung anschauen darf. Leider ist es nachts um diese Jahreszeit noch ziemlich kalt und nur die Leinwand 1 bietet Stromanschlüsse für Heizungen (oder Heizlüfter). Nun lief die letzten Wochen aber auf Leinwand 1 immer der selbe Film zweimal hintereinander – also für ein Doppelticket ziemlich uninteressant. Leinwand 2 bot dagegen 2 verschiedene Filme aber eben keine Stromanschlüsse. So habe ich also eine Mail an das Kino geschickt und siehe da: Ich durfte mich mit meinem mitgebrachten Verlängerungskabel am Vorführhaus/Snackbar mit dran hängen. So hatten wir es 5 Stunden lang schön warm im Bus und kamen nicht in Versuchung ständig den Motor anzuwerfen, wie viele andere Kinobesucher an diesem Abend. Mich freuts und ich komme gerne wieder
Autokino ist mit einem Bus ohnehin ein besonderes Erlebnis.