LED Cockpit

Da mir die Tachobeleuchtung neulich verreckt ist habe ich mich dazu entschlossen das gleich richtig zu machen und habe bei Pollin ein paar LED bestellt. An Daten habe ich da folgendes genommen: Grün mit 3mm Durchmesser und 3500mcd bei 3,2 Volt (V) und 30 Milliampere (mA). Zum Thema Abstrahlwinkel stand leider nichts dran und so habe ich einfach mal das beste gehofft.

Hier sieht man ein Originallämpchen ohne Fassung – daneben das Ziel der Aktion: LED in der Fassung. Dazu habe ich erst alle Fassungen heraus gedreht (90° nach links und dann ziehen) und die Originallampen entnommen. Die Lämpchen habe ich dann einfach abgeknippst um an die für den Umbau wichtigen Leitschienen zu kommen.

Jetzt kommt ein wenig Elektro-Vodoo. Ich gehe von ca. 14V Bordspannung bei laufender Lichtmaschine aus (Spitzen im Hinterkopf behalten). Dazu stelle ich dann folgende Rechnung frei nach U = R * I

14V – 3.2V = 10.8V / 0.03A = 360 Ohm

Ich brauche für meine LED mindestens einen 360 Ohm Widerstand. Ich nehme 470 Ohm – Reserve ist immer gut und ich kann mit dem Auge keinen Unterschied in der Leuchtkraft bei einer Versuchsschaltung feststellen. Nun müssen noch die Watt berechnet werden die der Widerstand schlucken muss. Wähle ich einen zu kleinen wird der Widerstand schnell heiß, kocht ab und schmilzt dabei das Plastegehäuse zusammen:

10.8V * 0.03A = 0.32 W

..leider ein größerer also 🙁

Probehalter habe ich trotzdem mal einen kleinen Widerstand genommen und an eine Versuchsschaltung gehängt. Bei 12V war die LED zwar schon prächtig hell aber der schmale Widerstand wurde dabei so heiß dass man ihn nicht mehr anfassen konnte. Also in den sauren Apfel gebissen und die etwas größeren genommen. Dann geht zwar die ganze Konstruktion nicht mehr komplett ins Gehäuse aber die Anschlüsse sind ja gut biegbar..

Nach dem Löten und reinfutzeln in die Fassungen sieht das dann ungefähr so aus. Man muss gut aufpassen dass es keinen Kurzschluss gibt. Hat der Strom zum Beispiel eine Chance den Widerstand zu umgehen ist die LED bei 12V sofort im Eimer. Da sind nur wenige Millimeter Spielraum! Steckt alles in der Fassung kann nichts mehr verrutschen. Ich habe jede Lampe vor dem Einbau nochmal mit einem 9V Block auf Funktion getestet. Der hat genau die richtige Form um die Fassung mal schnell ran zu klemmen 🙂

Und so sieht das ganze eingebaut aus. Auf dem Foto sind die etwas heller heraus gekommen als in echt. Die LED leuchten etwas heller als die Originallampen und sind dabei wesentlich angenehmer. Grün passt in meinem Fall zum Radio und meiner Temperaturanzeige die weiter rechts auf dem Amaturenbrett verbaut sind. Ich bin sehr zufrieden auch wenn der Umbau eine Menge Nerven kostet weil alles so verflixt klein und kurz sein muss.

Übrigens: Wenn die LED im Cockpit nicht gleich leuchtet einfach mal andersrum einstecken. Bei LED muss Plus und Minus beachtet werden. Bei mir waren zwei von drei auf Anhieb richtig.

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